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Donnerstag, 29. März 2018

Neues zu meinem aktuellen Buchprojekt (8)


Antiquerra-Saga, Band 5: Lichtkrieger


In den letzten drei Wochen bin ich mit dem Schreiben von „Band 5: Lichtkrieger“ leider nicht in gewohntem Tempo vorangekommen. Ich kann mich derzeit nur schlecht auf das zu schreibende Kapitel konzentrieren, weil meine Gedanken ständig zwischen dem bereits geschriebenen und dem noch zu schreibenden Text hin- und herspringen.

Ich hoffe sehr, dass es bald wieder besser läuft, denn es ist wirklich frustrierend, jeden Tag vor dem PC zu sitzen, um zu schreiben, und am Ende feststellen zu müssen, dass man sein Mindestpensum wieder mal nicht geschafft hat.

Ich werde natürlich weiterhin über den Schreib-Fortschritt des letzten Bands der Antiquerra-Saga berichten. Drückt mir die Daumen, dass meine Konzentrationsfähigkeit schnell zurückkehrt!

Liebe Grüße
eure Antiquerra-Autorin Angela Mackert

Freitag, 2. Februar 2018

Neues zu meinem aktuellen Buchprojekt (4)



Antiquerra-Saga, Band 5: "Lichtkrieger" macht Fortschritte!


Anfang Januar habe ich mit dem Schreiben der Rohfassung des letzten Buchs der Antiquerra-Saga begonnen. Mittlerweile läuft es recht gut, ich komme vorwärts und wenn es so weitergeht, kann ich meinen Veröffentlichungstermin, den ich mir auf Winter 2018/19 gesetzt habe, bestimmt halten.

Bis jetzt habe ich insgesamt 106.714 Zeichen (mit Leerzeichen) geschrieben, 33.227 davon in dieser Woche. Vielleicht wird jetzt der ein oder andere sagen, dass das nicht viel ist für jemanden, der wie ich das Schreiben zum Hauptberuf gemacht hat. Das mag sein, aber ich gehöre nun mal nicht zu denjenigen, die einen Roman schnell herunterschreiben, schon gar nicht den 5. Band einer Reihe. Ich muss auch während des Schreibens immer wieder nachsehen, was ich im Hinblick auf eine zu schreibende Szene zuvor schon einmal angedeutet habe und meine „Chronik“ der Romanreihe ist inzwischen ja ganz schön umfangreich. Ich jedenfalls bin mit meinem Tempo zufrieden, ich muss keinen Preis im Schnellschreiben gewinnen!

Unabhängig von meiner grundsätzlichen Schreibgeschwindigkeit  bin ich jetzt jedoch an dem Punkt angekommen, wo ich immer beginne, mich selbst anzutreiben. Na los, diese Szene kriegst du heut noch fertig … Solche Gedanken haben dieselbe Wirkung als ob einer mit der Peitsche hinter mir steht. Sie jagen mich so tief in die Geschichte hinein, dass ich oft glatt die Zeit vergesse, was nicht immer gut für mich ist. Wenn ich nämlich die Zeit vergesse, vergesse ich auch, etwas zu trinken, und das ist sowieso schon meine Schwachstelle. Zwar warnt mich mein Körper, aber bis mir das auffällt, ist schon Alarmstufe Rot angesagt. Wenn ich dringend etwas trinken sollte, kann ich nämlich bestimmt Worte nicht mehr richtig aussprechen oder sie fallen mir gar nicht erst ein. Bei meinem Roman: „Lichtkrieger“ sind das zum Beispiel Worte wie … wie … wie …:

Großer See, Nebelmeer, Wasserschale …

Herrjemine, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie lang ich jetzt gebraucht habe, um diese drei Worte, die in meinem Roman vorkommen, hier niederzuschreiben. Es ist also wieder soweit, ich muss mich jetzt schnell vor dem Austrocknen schützen …

Also bis zum nächsten Mal,
eure Antiquerra-Saga-Autorin Angela Mackert

Freitag, 5. Januar 2018

Besuch in der Schreibstube (3)



Als ich heute in meiner Schreibstube vor dem Computer saß und in meinen Aufzeichnungen zum letzten Band der Antiquerra-Saga las, spürte ich unerwartet einen Luftzug hinter meinem Rücken. Gleich darauf legte mir jemand die Hände auf die Schultern. Ein feiner, würziger Duft nach feuchtem Waldboden und Tannenholz streifte mich und als ich den Kopf wandte, blickte ich in das Gesicht von Luczin, dem Vampir. Wie ihr vielleicht wisst, ist Luczin einer der Protagonisten meiner Antiquerra-Saga.

Er grinste mich an. „Jetzt hab ich dich endlich erwischt. Hast du dich etwa vor mir versteckt?“

„Wie kommst du darauf?“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein, hab ich nicht.“

Luczin sah mich aufmerksam an. „Was ist los mit dir? Deine Schritte sind in Antiquerra derzeit kaum zu hören.“

Ich stutzte. Wie meinte er das? Dann fiel mir ein, dass Luczin einmal gesagt hatte, dass er mich in Antiquerra herumlaufen hören würden, sobald ich zu schreiben anfing. Er und seine Gefährten nahmen das immer als Zeichen, dass sie zu mir kommen konnten. Mir ging ein Licht auf! In den letzten Wochen hatte ich zwar das Handlungs-Gerüst sowie die Kapitelabfolge für den letzten Band der Reihe ausgearbeitet, aber Schreiben konnte man das wohl noch nicht nennen. Es diente eher der Vorbereitung des Schreibens.

„Luczin, du weißt doch, dass ich mit den Ereignissen hinter den Nebeln Antiquerras beschäftigt war.“ Ich zögerte. „Außerdem geht derzeit alles etwas langsamer, ich  fühle mich irgendwie ein bissel erschöpft …“

„Erschöpft? Du?!“ Luczin schaute mich forschend an.

„Ich bin halt nur ein Mensch“, erwiderte ich und setzte im Geiste hinzu: hoffe ich zumindest.

„Was heißt: Du hoffst es?“

Mist, er hatte mal wieder meine Gedanken aufgeschnappt!

„Na ja“, ich wand mich ein wenig. „Ich bin in letzter Zeit tagsüber so müde, werde erst nachts munter, wenn ich eigentlich schlafen will. Dummerweise klappt das nicht. Nachts gehen meine Gedanken ständig auf Reisen und morgens bekomme ich dann kaum die Augen auf.“ Ich komme mir schon vor wie ein Geschöpf der Nacht, setzte ich lautlos hinzu und versuchte mit aller Gewalt, meinen Verdacht zu unterdrücken, dass Luczin mich bei einem seiner früheren Besuche gebissen hatte und ich jetzt allmählich zum Vampir wurde.

Luczin drehte mich mit meinem Stuhl so, dass ich ihn ansehen musste. Mit ernster Mine beugte er sich nah vor mein Gesicht. „Zeig mir deine Zähne!“

Ich zog automatisch die Lippen hoch.

Er winkte ab. „Alles in Ordnung, Süße. Du wirst kein Vampir. Hätte mich auch gewundert, schließlich hab ich noch keinen der gläsernen Drachen bei dir gesehen.“

Ich drehte ich mich mit meinem Stuhl von ihm weg und wandte mich dem Computer zu. „Du würdest es mir doch sagen, wenn die Drachen mitkämen, oder?“

Luczin fing an, zu lachen. „Du scheinst wirklich müde zu sein, sonst würdest du solche Fragen nicht stellen! Süße, kein Vampir kann seine AUTORIN beißen. Es gibt da eine natürlich Sperre, die das unmöglich macht. Reicht dir das?“ Luczin drehte mich wieder zu sich herum.

Ich nickte. „Ja … Ich brauche einen Kaffee!“

Ich stand auf und während mir meine Senseo wenig später das schwarze Getränk zubereitete, lenkte ich das Gespräch auf die Ereignisse in Antiquerra. „Habt ihr den Eingang zur Steinwelt mittlerweile gefunden?“

„Nein!“ Luczin atmete hart aus und ging dann  in meiner Schreibstube auf und ab. Plötzlich blieb er stehen und sah zu mir hin. „Kann es sein, dass hinter den Nebeln von Antiquerra etwas schiefgelaufen ist? Von Niven haben wir nämlich auch noch nichts gehört, seit er zu dieser Lili gegangen ist! Meine Gefährten und ich machen uns Sorgen.“

Ich rührte Milch in meinen Kaffee und trank einen Schluck. Sofort hatte ich das Gefühl, dass meine Lebensgeister wieder erwachten. Ich ging auf Luczin zu. „Die gute Nachricht ist: Die wahre Dunkelheit hat sich enthüllt und der Feind kann endlich beim Namen genannt werden. Aber – er ist noch nicht endgültig besiegt.“ Ich trank noch einen Schluck und dachte nach. Zuviel durfte ich ihm nicht verraten, er musste selbst die Zusammenhänge herausfinden. „Ihr werdet sicher bald mehr erfahren. Haltet einfach die Augen offen.“ Ich lächelte ihn an. „Wenn ich Du wäre, würde ich mich ein wenig am Großen See umsehen, bei den Arcanäs. Einer von ihnen heißt Ardrel …“ Als Luczin nickte, seinen Blick dabei aber nicht von mir abwandte, setzte ich noch eines drauf. „Was würdest du davon halten, wenn du Kieran noch einmal sehen könntest?“

Über Luczins Gesicht flog ein heller Schein, dann schüttelte er den Kopf. „Das wäre wirklich schön, aber es ist unmöglich, wie du selbst weißt.“

Nun, derzeit wusste ich eine ganze Menge mehr als er, schließlich war ich die Autorin der Antiquerra-Saga. Ich stellte meine Kaffeetasse zur Seite, stellte mich auf die Zehenspitzen und flüsterte in Luczins Ohr: „Antiquerra hat so viele Geheimnisse, nicht wahr?“

Luczin lächelte und einen kurzen Augenblick lang sah ich seine spitzen Zähne. „Das ist wohl wahr!“ Er zog mich an sich, hauchte einen Kuss in mein Haar. „Ich nehme an, ein paar der Geheimnisse werden meine Gefährten und ich noch ans Licht bringen?“

„Da bin ich sicher!“

„Gut, das beruhigt mich.“ Luczin sah durch das Fenster nach draußen.  „Es ist schon ziemlich dunkel geworden. Zeit, mich wieder auf den Weg machen, die anderen warten sicher schon auf mich.“ Luczin hielt mich ein Stückchen von sich weg. „Das nächste Mal will ich dich wieder frisch und energiegeladen erleben!“

Ich grinste ihn an. „Keine Sorge, meine Tage und Nächte kommen auch wieder ins Gleichgewicht. Wenn es soweit ist, wirst du es an der Art merken, wie meine Finger über die Tasten laufen. Soweit ich weiß, überträgt sich das ja auf die Erde Antiquerras …“

Wenig später war ich wieder allein. Nach einem Blick auf die Uhr schloss ich die Fenster meines Computers und fuhr ihn herunter. Es konnte sicher nicht schaden, wenn ich einmal etwas früher schlafen ging …






Freitag, 18. August 2017

Kurzes Auftauchen aus der Fantasy-Welt Antiquerra



Uff … ein weiterer Schritt zur Fertigstellung des Bands 4 meiner Antiquerra-Saga ist geschafft! Eigentlich sind es bereits mehrere Schritte, aber der Reihe nach …

Die erste Überarbeitung der Rohfassung ist abgeschlossen und dieser sind insgesamt vier Seiten Text zum Opfer gefallen. Überflüssige Sätze flogen raus und Passagen, die mich beim Lesen stocken ließen, wurden umgearbeitet. Daneben habe ich die zeitlichen Abläufe des Romans überprüft sowie hie und da einzelne Buchstaben eingefangen, welche meinen Rohfassungs-Schreibeifer genutzt hatten, um mir abzuhauen.

Veröffentlichungsreif ist der Roman natürlich noch immer nicht. Ich muss weiter daran arbeiten, damit am Ende alles stimmig und fehlerfrei ist. Aber im Augenblick ruht der Text, die nächsten Durchläufe müssen warten, ich will ja nicht betriebsblind werden. Ich habe mich daher vor einigen Tagen dem Cover zugewandt und in dem Zusammenhang lange wegen des endgültigen Titels gebrütet.

Die Wahl des Titels fiel mir nämlich schwer. Sehr schwer! Der Arbeitstitel: „Das Geheimnis der magischen Mauer“ hätte mir zwar gut gefallen und er beschreibt auch einen wichtigen Teil des Inhalts, aber er ist eindeutig zu lang für die Schrift, welche ich in der Antiquerra-Reihe verwende. Nach langem Hin und Her und dem Abwägen verbleibender Möglichkeiten habe ich mich jetzt entschieden, dem Buch den Titel: „Wächter der Schlange“ zu geben.

Die nächste Hürde war dann die Covergrafik. Diese setzt sich aus zwei Shutterstock-Bildern zusammen, einer Grafik und einem Foto (shutterstock.com / Ellerslie und Photos287). Fragt mich nicht, wie oft ich vor lauter Frust auf den Schreibtisch geboxt habe, weil mein neuer PC behauptete, nicht genug Speicherplatz für all meine Arbeitsschritte zu haben. Ehrlich ― das kann nicht sein! Der wollte bestimmt nur seine Ruhe vor mit haben …

Aber allen Technikproblemen zum Trotz, das Cover ist fertig! Et voilà … hier ist es:




So, und jetzt tauche ich wieder ab, schließlich soll der Roman spätestens zum Jahresende erscheinen.

Ach übrigens ― der Vampir Luczin kam mich kürzlich besuchen, zusammen mit seinem Freund Briann. Aber als die beiden das Notizzettel-und-Coverausdrucke-Chaos auf meinem Schreibtisch sahen, hielten sie sich nicht lange auf. Aber bald sehe ich sie wieder und dann hab ich mehr Zeit. Hoffentlich … Ach doch, bestimmt, denn im letzten Band (5) der Reihe spielen die beiden wieder eine wichtige Rolle. Den Titel für diesen Band hab ich übrigens auch schon gefunden.

Donnerstag, 3. August 2017

Wenn ich schreibe, dann schreibe ich ...



Längere Zeit habe ich jetzt nichts mehr von mir hören lassen, aber das hatte einen Grund und den kann ich nur so beschreiben: Wenn ich schreibe, dann schreibe ich …

Wenn ich nämlich an einem Roman sitze, in einer Phase, in der sich die geplanten Szenen vor meinem geistigen Auge bereits geordnet haben, dann tauche ich ab. Ich bin dann quasi in meinem Roman-Universum eingeschlossen, aus dem ich nur dann auftauche, wenn mich Hunger und Durst plagen ― oder das schlechte Gewissen, weil mein Mann mich zu selten zu Gesicht bekommt.

So ging es mir in den letzten Wochen mit Band 4 meiner Antiquerra-Saga (Arbeitstitel: Das Geheimnis der magischen Mauer). Ich habe geschrieben und geschrieben und jetzt ― hurra! ― ist die Rohfassung fertig. 344 Buchseiten wären es, wenn ich den Roman so schon veröffentlichen könnte. Was ich natürlich nicht kann, denn es ist wie gesagt erst die Rohfassung.

Ich werde also wieder abtauchen, denn nun kommen die Phasen der Überarbeitung. Ja, es sind mehrere … Sie erfolgen in Schritten, die zunächst oft parallel laufen und viel Konzentration erfordern. Mein wichtigstes Handwerkszeug in der anstehenden ersten Überarbeitungsphase sind Notizblätter, z.B. um die Seiten mit zeitlichen Abfolgen zu notieren, damit ich sie überprüfen kann. Und meine Stimme! Denn um zu überarbeiten, muss ich lesen, was ich geschrieben habe und zwar laut. Auf diese Weise merke ich schnell, wo etwas noch nicht stimmig ist. Was aber nicht bedeutet, dass ich es genauso schnell besser hinbekomme, denn das dauert oft wesentlich länger.

Aber langer Rede kurzer Sinn ― ihr wisst jetzt, wo ich bin, wenn ich nichts von mir hören lasse: nämlich in meinem magischen Universum Velam und zwar hinter den Nebeln von Antiquerra, wo ich zwischen dem Türkisland und dem Dunklen Land pendle.

Da fällt mir etwas ein … Luczin, der Vampir! 

Sicher hat er mir schon mehrfach einen Besuch abgestattet und mich nicht gefunden. Falls ihr ihn also seht, sagt ihm bitte, wo ich bin und dass er sich gedulden soll …

Mittwoch, 22. Februar 2017

Besuch in der Schreibstube (2)



Wie jeden Tag saß ich auch gestern an meinem Schreibtisch, um am vierten Band meiner Antiquerra-Saga weiterzuschreiben. Es war still im Raum, so still, dass ich das leise Brummen meines PC's wahrnahm, dessen Töne sich mit dem Summen der Deckenbeleuchtung vermischten. Das Geräusch ging mir nicht aus den Ohren und es regte mich auf, umso mehr weil sich das virtuelle Blatt Papier auf meinem Bildschirm einfach nicht mit Worten füllen wollte.

Plötzlich hörte ich jedoch noch etwas anderes.

Draußen auf dem Flur klangen leise Schritte. Ich lauschte. War das etwa Antonia? Die kartenlegende Protagonistin meines Krimis "Ein tödliches Geheimnis" besuchte mich oft. Aber nein, die Schritte klangen anders! Während ich noch überlegte, wer das sein könnte, ging die Tür auf, und ein Mann trat herein. Er trug einen weitschwingenden Ledermantel. Er sah jung aus, aber sein Gesicht wirkte ein wenig zu blass und seine Augen wurden von den für Vampire typischen feinen roten Rändern umrahmt, das sah ich sofort.

"Luczin!", rief ich überrascht, weil ich ihn kannte. Er war nämlich ein wichtiger Protagonist meiner Antiquerra-Saga und die Hauptperson von Band 3 "Vampirblut".

Mit einem umwerfenden Lächeln sah er mich an. "Hallo, meine Schöne."

Ich strich mir eine Strähne meiner schnittlauchglatten Haare hinters Ohr und lächelte zurück. "Ich dachte, du bist mit deinen Gefährten unterwegs, um ein bestimmtes Tor zu suchen?"

Luczin holte sich einen Stuhl und setzte sich zu mir. "Wir haben das nicht aufgegeben, Süße."

Der angenehmen Duft nach Wald und feuchter Erde, der ihn umgab, stieg mir in die Nase. Ich atmete unauffällig ein und schaute ihn dann aufmerksam an. "Du willst etwas von mir, nicht wahr?"

Luczin grinste. "Du kennst mich gut ..."

Nun ja, ich war schließlich die Autorin und bereits über drei Bände der Antiquerra-Saga hinweg mit ihm vertraut.

Er beugte sich vor und sah mich ernst an. "Was weiß du über die Dinge, die derzeit hinter den Nebeln von Antiquerra im Gange sind?"

Seine Frage überraschte mich. "Die Zeichen dort stehen auf Sturm, aber das ist nicht euer Kampf, das hat Lena dir doch schon gesagt."

Luczin nickte. "Ja, und dennoch ― meine Gefährten und ich sind überzeugt, dass alles, was im Augenblick hüben und drüben passiert, miteinander zusammenhängt." Er sah mich durchdringend an. "Uns wurde gesagt, dass bei den Problemen hinter den Nebeln alles von einer Magierin namens Lili abhängt und es gefällt mir nicht, dass das den Erfolg unserer eigenen Aktivitäten beeinflussen könnte. Ich vermute, dass das Mädel bei dir war und ich muss wissen, was sie dir erzählt hat!"

Das hätte ich mir ja denken können! Weil Luczin und seine Gefährten (bis auf einen) in der neuen Folge der Antiquerra-Saga nicht in die Ereignisse eingreifen konnten, wandte er sich an mich. Und natürlich erkannte er das richtig: die Probleme hinter den Nebeln hingen mit den neuesten Entwicklungen in Antiquerra zusammen, aber auf welche Weise und mit welchen Folgen, das durfte ich ihm nicht sagen. Ich schaute ihn wieder an. "Lili erzählte mir von dem Raben Barbarossa, der sie begleitet."

Luczin wedelte ungeduldig mit der Hand. "Ich weiß, dass Niven sich jetzt Barbarossa nennt."

Ich betrachtete das leere, virtuelle Blatt Papier auf meinem Bildschirm und seufzte. "Bis jetzt ahnt Lili nur, dass etwas nicht in Ordnung ist. Aber sie vertraut ihrem Raben, auch wenn sie nicht erfahren darf, wer wirklich unter dem Federkleid steckt. Das ist gut! ... Auf ihre Freunde kann sie sich auch verlassen, wie sie mir sagte."

"Hm, bisschen mager. Was hat sie noch erzählt?"

Luczins Blick wurde mit einem Mal zwingend und nur mit großer Mühe gelang es mir, seinen manipulativen Kräften zu widerstehen. Ich hob die Hand und unterbrach damit den Blickkontakt. 

"Hör auf, Luczin!", fauchte ich. "Wenn du mein Bewusstsein ausschaltest, wirst du auch nicht mehr erfahren, nur unsere Freundschaft riskieren!"

Er fing an zu lachen, dass seine Vampirzähne sichtbar wurden. "Süße, wenn ich das wollte, würdest du das gar nicht mitbekommen." Er beugte sich zu mir und nahm meine Hände. "Reg dich ab, ich wollte dich nur testen."

Ich machte mich von ihm los. "Das war nicht nett!"

"Aber entspannend."

"Nicht für mich!"

Luczin zog mich aus meinem Stuhl hoch, nahm mich in den Arm und gab mir einen Kuss auf die Stirn. "Ah, ich würde nichts gegen deinen Willen tun. Du weißt, dass ich dich mag, meine Schöne."

"Hm ..." Ich war nicht ganz überzeugt, aber der Ärger fiel allmählich von mir ab. Vermutlich half Luczin da ein wenig nach, das traute ich ihm durchaus zu. Ich straffte den Rücken. 

"Luczin", sagte ich dann, "was hinter den Nebeln geschieht, könnt ihr nicht beeinflussen, das weißt du genau. Aber wenn in Antiquerra die Dinge in Bewegung kommen, müsst ihr das Tor zur Felsenwelt der Juncta gefunden haben. Ihr habt versprochen, es zu suchen. Nur das ist für euch jetzt wichtig!"

Er hielt mich ein Stück von sich weg und sah mich prüfend an, jedoch ohne mich zwingen zu wollen. "Rechne damit, dass ich jetzt öfter vorbeischaue, du weißt ja, dass ich nicht so schnell lockerlasse ..."

Ich nickte. "Oh ja, das weiß ich."

Eine Weile später verabschiedete sich Luczin. Ich wandte mich wieder dem virtuellen Blatt Papier zu, das mir am Bildschirm entgegenleuchtete. Wie von Zauberhand füllte es sich nun mit Worten und Sätzen. Aber Luczin durfte davon nichts erfahren, wenn er das nächste Mal wiederkam ...




Wollen Sie an den magischen Abenteuern von Luczin und seinen Gefährten teilhaben? ― hier finden Sie Informationen und Leseproben:  Antiquerra-Saga

Die Bücher der Reihe "Antiquerra-Saga" erhalten Sie im örtlichen Buchhandel sowie im Onlinehandel, zum Beispiel hier: BoD Buchshop     Amazon     Thalia

Mittwoch, 1. Februar 2017

Besuch in der Schreibstube (1)



Heute hatte ich mir vorgenommen, das kreative Chaos auf meinem Schreibtisch zu beseitigen, das sich - ich weiß auch nicht wieso - immer wieder von Zeit zu Zeit bildet. Zunächst ließ ich meinen Blick schweifen: Die Lupe gehörte eigentlich in die Schublade, das war nur ein Handgriff, also gedacht, getan. Auch der Tesa-Abroller, der rechts auf einem Stapel beschriebenem Papier stand, war schnell wieder an seinem Platz, ebenso solche Kleinigkeiten, die gar nichts mit meinen üblichen Schreibwerkzeugen zu tun hatten, wie z.B. mein Maßstab oder die Türhaken, die ich für mein Regal zweckentfremden wollte. Schon bald konnte ich mich den Stapeln mit beschriebenem Papier zuwenden, die einen Großteil meiner Schreibtischfläche in Anspruch nahmen und massenweise Notizen zu Band 4 meiner Antiquerra-Saga enthielten, an der ich gerade arbeite. Das würde schwierig werden, denn vermutlich brauchte ich davon noch jedes notierte Wort. Ich hatte gerade die Stapel zusammengeschoben, um danach Blatt für Blatt die Notizen durchzulesen, da hörte ich, wie jemand in mein Büro trat. Zu meiner Überraschung war es Antonia, die Protagonistin meines Krimis: "Ein tödliches Geheimnis". 

Antonias Blick flog über meinen Schreibtisch, der zwar bereits ein wenig übersichtlicher aber noch ganz und gar nicht aufgeräumt wirkte. 

Sie grinste. "Soll ich dir meine Schwester vorbeischicken? Die hilft dir sicher gern."

Ich wusste natürlich, dass Antonias Schwester Leni mit Staublappen und Putztuch umgehen konnte, schließlich war ich die Autorin des Krimis. Aber aus demselben Grund wusste ich auch, dass sie hölzerne Engel in Spüliwasser badete, was würde sie da erst mit meinem Holz-Schreibtisch anstellen? 

Entsetzt wehrte ich daher ab. "Danke, das schaff ich schon selbst!" Um von meinem Arbeitsplatz abzulenken, drehte ich mich mit meinen Drehstuhl herum und wandte mich Antonia zu. "Läuft es gut bei dir?"

Antonia strich sich betont beiläufig mit den Fingern durch ihre kastanienbraune Haarpracht. "Ich hab einen Hund gesucht, der verschwunden war." 

"Und?", fragte ich, obwohl ich die Antwort schon kannte.

Antonia atmete heftig aus und wurde lebhaft. "Stell dir vor! Bei meiner Suche hab ich eine Leiche entdeckt! Natürlich hab ich gleich unseren Kriminalkommissar Schmidt gerufen, aber der ist mit der Lösung des Falls bestimmt überfordert." Sie reckte das Kinn. "Jetzt kann ich ihm beweisen, was ich als Kartenlegerin drauf habe. Mit meinen Karten werde ich den Mörder nämlich garantiert finden!" Antonia schnaufte auf, trat neben mich und deutete auf meinen Schreibtisch, wo neben dem Stapel beschriebener Blätter noch die durcheinandergerutschten Lenormandkarten lagen. "Wie ich sehe, legst du auch Karten."

"Ja", sagte ich schlicht und verkniff es mir, darauf hinzuweisen, dass Antonias Kartenlege-Fähigkeiten von mir, ihrer Autorin, stammten und ich daher sehr wohl Kartenlegen können musste.

"Wie steht es mit Astrologie?", fragte Antonia neugierig.

"Kann ich natürlich auch."

Auf Antonias Gesicht lag ein zufriedener Ausdruck. "Toll! Dann sind wir ja Kolleginnen. Wir müssen uns unbedingt mal austauschen." Sie wurde resolut. "Aber erst muss ich den Mord aufklären!" Ich nickte und Antonia sah auf ihre Armbanduhr. "Huch ... so spät schon ... meine Schwester reißt mir den Kopf ab, wenn ich nicht pünktlich zu Hause bin. Seit sie weiß, dass ich mit meinen Karten einen Mörder finden will, hat sie nämlich Angst, dass ich mich in Gefahr bringe ..." Antonia hob die Schultern und grinste. "So ist Leni halt. Also - ich muss jetzt los."

Ich wusste zwar, dass Lenis Angst nicht unbegründet war, aber weil ich auch Antonia gut kannte, verbot ich es mir, etwas dazu zu sagen. Ich hielt nur ihre Hand einen Augenblick lang fest, als sie sich von mir verabschiedete. "Pass auf dich auf, Antonia!"

"Klar, und noch viel Spaß beim Aufräumen ...", hörte ich sie noch sagen und im nächsten Augenblick war sie schon zur Tür hinaus.

Möchten Sie Antonia auch kennenlernen und an ihrem mörderischen Abenteuer teilhaben? Das Buch: Antonia Hain deckt auf: Ein tödliches Geheimnis ist über jede örtliche Buchhandlung sowie im Onlinehandel zu haben, z.B. hier: Amazon  Thalia

Dienstag, 31. Mai 2016

Luczin ist glücklich!

Wir haben es geschafft!

Gleich nach dem letzten Satzzeichen verschwand er auf Vampir-Art aus meiner Schreibstube und ging heim nach Antiquerra, genauer gesagt, in seine Burgenstadt Dracopatria. Aber ich soll ihn auf dem Laufenden halten. Er hat nämlich seine Geschichte erzählt - das heißt: die Geschichte um die Ereignisse nach der Rückkehr aus dem Schattenreich - und die ist jetzt auf dem Weg zu den Lesern. Nur noch wenige Tage, dann wird das Buch:

VAMPIRBLUT - Antiquerra-Saga, Band 3

überall im Handel zu haben sein.

In Antiquerra wird Luczins Geschichte ja wohl bereits eifrig gelesen. Der Vampir sagte mir, dass er sein Exemplar im Regal in einen Käfig für neue Bücher eingesperrt habe und dass seine Bücherwand gleich darauf gewaltig flatterte, weil sich jeder eine Kopie ins Haus zaubern wollte ...

Für euch gib es hier auch schon eine Leseprobe: Autorin Angela Mackert

Und hier ist das Cover:


Dienstag, 26. April 2016

Blick in meine Schreibstube (1)



Band 3 meiner Antiquerra-Saga "Vampirblut" ist in Arbeit  – immer noch, und das, obwohl ich ihn eigentlich schon längst veröffentlicht haben wollte. Zwar ist die Geschichte im Prinzip schon geschrieben, es gibt eine erste Version und eine überarbeitete Version, die jetzt zum was-weiß-ich-wievielten-Male wieder überarbeitet wird. Ich weiß auch nicht, aber ich bin einfach noch nicht zufrieden! Und mein Prota, der Vampir Luczin, auch nicht, denn sonst würde er mich wenigstens nachts in Ruhe lassen. Tut er aber nicht. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als solange an dem Roman zu feilen, bis er und ich wieder ruhig schlafen können. Sorry also, wenn es diesmal einfach länger dauert.

Normalerweise konnte ich bisher alle selbstgesetzten (Veröffentlichungs-)Termine einhalten. Dass das diesmal nicht klappt, regt mich auf. Aber das hilft nichts. Ich hab mir jetzt vorgenommen, den Roman ein paar Tage nicht anzurühren, vielleicht geht es dann wieder flotter voran.

Ich weiß ja, woran es hakt: Ich habe ein Kapitel herausgenommen, das mir zu heftig schien und durch ein neues ersetzt. Dadurch müssen aber alle anderen Kapitel angepasst werden. Da heißt es höllisch aufpassen, auch wenn es sich dabei eigentlich immer nur um Kleinigkeiten handelt. Und Luczin, mein Vampir-Prota, guckt mir stets über die Schulter und will unbedingt hier noch etwas geändert haben und dort. Kritisch wird es, wenn er sagt: "Das stimmt so nicht ganz, du hast mir nicht richtig zugehört!", vor allem weil ich in solchen Momenten seinen Atem ganz nah an meinem Hals spüre. Da soll man sich noch konzentrieren können ...

Aber immerhin sind mein Vampir-Prota Luczin und ich uns beim ersten Kapitel einig. Da wird nichts mehr dran geändert. Und er hat mir erlaubt, hier einen kleinen Appetithappen reinzustellen für alle, die schon ungeduldig auf den Band 3 der "Antiquerra-Saga" mit seiner Geschichte warten. Das mache ich jetzt dann mal:



Angela Mackert

Vampirblut

Antiquerra-Saga, Band 3


Kapitel 1

Am Fluss der Tränen …

Wieder einmal hatte mich der Fluch der Ewigkeit kalt erwischt, und die Trauer über Kierans Tod wühlte auf eine Weise in mir, dass jeder Sterbliche mit pulsierendem Blut in den Adern gut daran tat, mir aus dem Weg zu gehen. Deshalb zog ich mich vor ein paar Tagen in unsere Burgenstadt Dracopatria zurück, die mit ihren hohen Mauern ringsum wie ein Bollwerk wirkte, dem der Puls der Zeit nichts anhaben konnte. Vom Altan aus, einem von Mauerwerk und Säulen gestützten Balkon vor meiner Bibliothek, sah ich den Lacrimoa, den Fluss der Tränen, in dem sich neben anderen Burgen auch meine in den Wellen des ruhig dahinfließenden Wassers spiegelte. Seit meinem Rückzug saß ich jede Nacht auf der Brüstung dieses Balkons und betrachtete das wässrig-bewegte Schattenbild meiner Festung da unten, suchte darin Antworten, Frieden. Konnte man Frieden finden, wenn die Seele einer offenen Wunde glich? Ich starrte in den Strom und wünschte mir, dass er meine Tränen forttrüge. Doch ich konnte solche nicht einmal weinen, uns Vampiren blieb so etwas zumeist versagt.
Ich hasste diesen Fluch! Er weckte immer auch die Vergangenheit wieder auf. Als wir auf Finleys Nachricht hin vor vierzehn Tagen zum Turm eilten, sahen wir Kieran in seinem Studierzimmer, die aufgeschlagenen Bücher noch vor sich auf dem Tisch. Um seinen Mund spielte ein Lächeln. Ich aber hätte schreien mögen, denn mit der Erkenntnis, dass der alte Herr des Turms gegangen war, kehrte auch der Schmerz um all die lieb gewonnenen Gefährten, die ich vor ihm schon verloren hatte, mit Macht zurück – besonders der Schmerz um einen Verlust.
Briann, mein treuer Gefährte seit über dreitausend Jahren, Vampir wie ich, wusste es. Er war beim letzten Gespräch, das ich erst vor Kurzem noch mit Kieran geführt hatte und das mich damals so aufwühlte, dabei gewesen – er und Finley, der Nachfolger von Meister Kieran. Beide bedrängten mich jetzt. Ich sollte mein Versprechen, welches ich an jenem Tag gab, erfüllen und unser Geheimnis preisgeben, das wir alle so viele Jahrzehnte für uns behalten mussten. Aber ich konnte das nicht – nicht jetzt.

Donnerstag, 3. März 2016

Rezension zu meinem Buch "Die Farbe der Dunkelheit - Antiquerra-Saga 1"

Die spannende und lebhafte Leserunde zu meinem Buch "Die Farbe der Dunkelheit - Antiquerra-Saga 1" auf lovelybooks neigt sich dem Ende zu und ich freu mich über die vielen Rezensionen, die das Buch durchweg mit vier und fünf Sternen bewertet haben. Nachlesen könnt ihr die Lesermeinungen hier: Die Farbe der Dunkelheit von Angela Mackert

Den Fantasyroman gibt es als gedrucktes Buch und als eBook. Es ist überall im Buchhandel erhältlich sowie in Onlinebuchhandlungen und natürlich bei Amazon.

Samstag, 9. Januar 2016

Fantasy-Buch: Die Farbe der Dunkelheit - Antiquerra-Saga 1

Neu erschienen ist mein Fantasy-Buch "Die Farbe der Dunkelheit - Antiquerra-Saga 1. Aus diesem Anlass habe ich eine Leserunde bei lovelybooks gestartet. Wer mitlesen will, kann sich bis zum 24.01. um eines von 10 kostenlosen gedruckten Bücher bewerben.

Mehr Infos dazu hier: lovelbooks Leserunde "Die Farbe der Dunkeheit - Antiquerra-Saga 1"

Samstag, 2. Januar 2016

Hast du Lust auf Magie und Abenteuer?

Antiquerra-Saga, Band 1: Die Farbe der DunkelheitIn wenigen Tagen kommt der erste Band meiner Fantasy-Romanreihe: "Antiquerra-Saga" heraus mit dem Titel: "Die Farbe der Dunkelheit".

Wenn du Lust auf Magie und Abenteuer hast, dann schau doch vorab schon mal hier: Lust auf Magie und Abenteuer? Auf diesen Internet-Seiten kannst du in die magische Welt Antiquerra eintauchen. Du findest Hintergrundinformationen zur Reihe und es wird noch das ein oder andere Geheimnis gelüftet, das nicht in den Büchern preisgegeben wird. Über das Gästebuch kannst du dann mit den Helden und ihrer Autorin in Kontakt treten. Viel Spaß!