Autoren und Autorinnen können ihre Geschichten ja schon eine ganze
Weile als gedruckte Bücher und eBooks im Selfpublishing herausbringen.
Warum also nicht auch noch ein Hörbuch dazu einsprechen?
Kann doch schließlich nicht so schwer sein, oder?
Nun ja ... man braucht einen ruhigen Arbeitsplatz; ein gutes Mikrofon; eine Audio-Sofware zur Bearbeitung der Aufnahme (möglichst eine, bei der man auch versteht, welche Folgen die Bearbeitung hat); und dazu sehr viel (Hör-)Urteilskraft, um nicht blind solchen (Internet-)Anleitungen zu vertrauen, die lediglich Halbwissen vermitteln. Zu Anfang bedeutet das: viel lesen, viel schauen, viel hören, viel lernen und viel experimentieren. Und spätestens dann, wenn man sich ernsthaft um professionelle Hörbuchaufnahmen im eigenen Homestudio bemüht, kommt auch das wichtige Thema "Akustik" auf.
Jeder Raum hat einen Klang, und der wirkt sich leider nicht immer positiv auf die Aufnahmen aus. Zwar braucht es immer auch Rauminformationen, damit eine Stimme lebendig klingt, aber es ist einfacher, diese bei der Bearbeitung zuzufügen und die Aufnahme selbst möglichst trocken einzusprechen. "Trocken" bedeutet: wenig bis keinen (unkontrollierten) Raumhall beim Sprechen zu erzeugen. Andernfalls kann es bei der Aufnahme zu unschönen Echos und seltsamen Einstreuungen kommen. Trocken einzusprechen ist beim Homestudio-Recording jedoch einfacher gesagt, als getan. Hilfreich sind auf alle Fälle ein Teppichboden im Zimmer; offene, mit Büchern und dergleichen gefüllte Holzregale; Sessel, Couch, Bett, Kissen, halt alles, was gepolstert ist, und dicke Vorhänge vor den Fenstern. Eher schädlich sind glatte Wände und Zimmerdecken.
Ich selbst habe mir zu Anfang mit einem stabilen Paravent beholfen, den ich mit mitteldicken Bettdecken behängt hatte und mir so zusammen mit weiteren Maßnahmen eine Art Sprachkabine gebaut. Es funktionierte zwar einigermaßen, aber praktisch wars nicht. Deshalb habe ich mir spezielle Akustikelemente zugelegt, mit denen man einen nicht ganz idealen Raum für die Hörbuchaufnahme ein bisschen optimieren kann. Wichtig war mir, dass ich alles problemlos auf- und abbauen kann. Ich habe jetzt also eine mobile Absorberwand, die den Aufnahmeplatz in meinem Rücken von den großen Erkerfenstern des Zimmers abschirmt (der dicke Vorhang vor dem Erker allein reichte da nicht), sowie einen Hofa Absorber und einen Hofa Diffusor, die ich seitlich und hinter dem Mikrofon platziere. Was diese Maßnahmen bringen, könnt Ihr anhand der folgenden Hörproben selbst beurteilen.
Die folgenden Aufnahmen sind reine Testaufnahmen, also bitte nicht mit einer Hörprobe meiner Hörbücher verwechseln.
1) Aufgenommen mit einem Auna-Mikrofon, ohne den Raum mit Akustikelementen zu verbessern. Die Aufnahme wurde lediglich normalisiert, also auf normale Lautstärke gebracht.
2) Normaliserte Aufnahme mit dem Auna-Mikrofon, jedoch mit den wie oben beschrieben platzierten Akustikelementen.
3) Diese Aufnahme ist eine leicht bearbeitete Version von Nr. 2. Es wurde minimaler Raumhall (Reverb) hinzugefügt. Für alle, die es interessiert: Ich arbeite hauptsächlich mit Magix.
Fazit: Die dritte (leicht bearbeitete) Aufnahme zeigt meiner Meinung nach deutlich die Verbesserungen durch die mit wenigen Elementen optimierte Raumakustik. Der Klang ist ausgewogener.
Neuigkeiten zu den Büchern und Hörbüchern der Autorin Angela Mackert sowie interessante Tipps für Autoren und Leser.
Sonntag, 21. Juni 2015
Donnerstag, 18. Juni 2015
Hörbuch: DIE NACHT DES GARGOYLES
Mein erstes Hörbuch zur Reihe "Fantastik Shortstories" ist am 16.06.2015 erschienen.
Mehr darüber erfahren ...
Samstag, 30. Mai 2015
Kurzgeschichten schreiben
Das Schreiben einer guten Kurzgeschichte zählt nicht ohne Grund zu den schwierigsten Aufgaben für einen Schriftsteller. Anders als beim Roman, bei dem sich Figuren und Handlung auf vielen Seiten entwickeln können, steht der Kurzgeschichte nur wenig Platz zur Verfügung, im Mittel etwa zwischen 20.000 und 25.000 Zeichen mit Leerzeichen. Das erfordert zum einen die Fähigkeit, auf den Punkt zu schreiben sowie Überflüssiges zu erkennen und zu vermeiden. Zum anderen stellt einen das vor die große Herausforderung, Figuren mit wenigen Worten klar zu zeichnen und greifbar werden zu lassen sowie ihre Geschichte innerhalb eines Rahmens von Anfang bis Ende stringent in einer deutlichen Linie zu entwickeln.
Kurz gesagt: Eine gute Kurzgeschichte hat einen klaren, roten Faden, der sich erkennbar durch die gesamte Geschichte zieht, schweift nicht ab und ist handwerklich gut ausgereift. Sie sollte naturgemäß nur wenige Protagonisten besitzen, in die sich der Leser aber sofort hineinversetzen kann, und muss ein echtes, gerne auch überraschendes Ende aufweisen. Vor allem der Schluss einer Kurzgeschichte ist sehr wichtig und sollte sorgfältig vorbereitet werden. Er darf nicht abrupt kommen, sondern muss sich in logischer Folge entwickeln. Eine unerwartete Pointe als I-Tüpfelchen macht das Ganze dann perfekt.
Für den Autor bedeutet das, dass er die zu schreibende Kurzgeschichte genauso sorgfältig planen muss wie einen Roman. Die wichtigste Frage stellt sich gleich zu Anfang: ob sich der Stoff, den er im Kopf hat, überhaupt für eine Kurzgeschichte eignet. Das kann man herausfinden, indem man die einzelnen Stationen der zu schreibenden Geschichte und die Handlungen der Figuren - zumindest im Kopf, besser noch auf Papier - grob skizziert. Dann muss der Autor überlegen, ob die Geschichte tatsächlich in den vorgegebenen Zeichenanzahl-Rahmen passen könnte. Oft fällt das leichter, wenn man die bei Ausschreibungen oder von Verlagen geforderte Zeichenanzahl in Normseiten umrechnet.
Eine Normseite verfügt über 1.800 Zeichen. Beim Schreiben entstehen durch Absätze und nicht ausgeschriebene Zeilen aber Leeräume, sodass man für die Umrechnung im Durchschnitt nur von etwa 1500 bis 1600 Zeichen pro Normseite ausgehen kann. Bei einer Vorgabe von 20.000 Zeichen mit Leerzeichen und dem Rechenwert (Erfahrungswert) einer Normseite von ca. 1.550 Zeichen wären das also dreizehn Seiten.
Liebe Blog-Leser,
Dies ist der Blog von Angela Mackert. Ich schreibe Lehrbücher zu Themen von Astrologie und Kartenlegen, daneben aber auch Fantasy-Romane, Krimis und Kurzgeschichten, die es zum Teil auch als Hörbuch gibt.
Mit diesem Blog möchte ich meinen Lesern Einblicke in meine Arbeit geben, aber auch andere Autoren an meinen Erfahrungen als Selfpublisher und als Verlagsautorin teilhaben lassen.
Dies ist der Blog von Angela Mackert. Ich schreibe Lehrbücher zu Themen von Astrologie und Kartenlegen, daneben aber auch Fantasy-Romane, Krimis und Kurzgeschichten, die es zum Teil auch als Hörbuch gibt.
Mit diesem Blog möchte ich meinen Lesern Einblicke in meine Arbeit geben, aber auch andere Autoren an meinen Erfahrungen als Selfpublisher und als Verlagsautorin teilhaben lassen.
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